Radsport Journal Tourmann
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Mailand Turin

Ausfahrt mit mit Schläger. Ob sich Sebastian Reichenbach vom Team FDJ so wohl fühlt, weil Gianni Moscon vom Team SKY heute mitfährt, bezweifle ich mal stark. Bei den  Tre Valli Varesini gestern hatte SKY ausgelassen, aber heute sind sie selbstverständlich dabei. Man will ja auch die Il Lombardia fahren.


Man muss Valverde danken, trotz seines zweifelhaften Ruhmes, dass er einen Moscon als Weltmeister verhindert hat. Das kleinere Übel sozusagen.

Alle sind heute dabei. Moscon, Reichenbach und Valverde. Und viele mehr. Drei Tage vor der Lombardei Rundfahrt will man sich noch mal aufbereiten.


200 flache Kilometer sind es von Milano nach Torino. Nicht ganz, denn kurz vor dem Ende hat die Organisation zwei Schwierigkeiten gesetzt. Eigentlich ist es nur eine, denn der gleiche Berg wird zweimal angefahren. Einmal zu Besichtigung und dann noch mal als finaler Schlussanstieg. 400 Höhenmeter sind von der Innenstadt von Turin hinauf den Superga. Für einige ist es Supergau.


Das Rennen ist das älteste  Radrennen der Welt sagt man. 1876 bewältigte der erste die damals 150 km lange Strecke in 11 Stunden. Ich bin mir sicher, dass er keine 33 Gang Schaltung hatte. Selbst im 1. und 2. Weltkrieg wurde das Rennen ausgetragen.



Kommen wir zum aktuellen Geschehen. Eine Ausreißergruppe von 4 Fahrern hat 50 km vor dem Ende bis drei Minuten Vorsprung. Orsini, Meilands, Smit und DeGendt von Lotto Soudal.

35 km vor dem Ende kommt der Superga ins Blickfeld. Auf dem Berg thront eine Kathedrale über Turin. 24 km vor dem Ziel beginnt der Anstieg. Die Gruppe an der Spitze zerfällt, man nähert sich auf 20 Sekunden. Bald werden alle eingeholt sein. 

Wie ist die Taktik der Teams? Will man schon im ersten Anstieg auf den Superga angreifen. Noch herrscht Ruhe. Willi Smit von Katusha Alpecin kann sich mit 10 Sekunden halten.

Trotzdem fallen am Ende des Pelotons die ersten zurück. Astana macht dann ernst und holt Smit ein. Lediglich Wackermann von Tean Bardini hält sich.

Valverde versucht das Peloton zu sprengen. Aber es gelingt ihm nicht ganz. Keiner will zunächst mitfahren. Doch Valverde lässt nicht locker und schließlich erreichen 4 Fahrer mit einem kurzen Vorsprung alleine den Gipfel. Pinot, Gaudu, Majka und natürlich Valverde. In der Abfahrt kommen weitere Fahrer hinzu. Kurz vor dem Aufstieg löst sich eine dreiköpfige Gruppe unter Führung von Fuglsang vom Team Astana. Die anderen müssen 12 Sekunden aufholen. Noch sind 4 km zu fahren. Die steileren Stellen kommen noch. Dann kommt Valverde und zerlegt das Feld. 4 andere können noch mithalten. Zwei von FDJ und zwei von Astana. Fuglsang fällt zurück. Gaudu und Lopez verheddern sich und liegen auf der Starße. Das nutzt Thibaut Pinot und lässt Valverde stehen.  Der kann nicht mehr und wird von Lopez noch einmal eingeholt. Aber den Franzosen schafft er nicht mehr. Thibaut Pinot gewinnt vor Lopez von Astana und Valverde.

Ergebnis <<<

 
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