Radsport Journal Tourmann
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Das Journal für den Profi Radsport

 

Robert Müller  wird 2. auf der 2. Etappe der Tour of Singkarak

Sie werden sich sicher fragen, wo dieses verdammte Singkarak liegt. Einfach bei Google eingeben hilft auch nicht viel weiter. Aber hier werden sie geholfen.

Die Tour of Singkarak wird im Westen vom Sumatra ausgetragen. Von dort kommen nicht nur die hervorragenden Zigarren, die wir alle nicht rauchen, sondern  auch die hervorragenden Steineschmeißer, die uns Jungens vor einigen Jahrzehnten mal gesteinigt hatten, als wir mit dem Rikschafahrpreis nicht einverstanden waren.

Wir reden also vom Radsport. Sicherlich haben die Herren Radrennfahrer heute andere Gefährte als die tonnenschweren Rikschas. Für uns Jungens waren sie damals aber die idealen Fortbewegungsmittel um ein Rennen aus zu tragen. Manchmal haben wir uns auch selber auf den Sattel geschwungen. Meist mit den üblichen katastrophalen Folgen zu denen 16 jährige Burschen fähig sind.


Wo geht es hier zur Steinigung? Nicht bei der Tour of Singkarak.

Hier herrscht Begeisterung vor, die hoffentlich nicht so schnell umschlägt.

Leider hat sich das Land seit  meiner  Jugend stark verändert. Man sieht nun überall verschleierte Frauen oder Kopftuch tragenden Frauen. Das war in den Siebzigern so nicht vorstellbar. Damals trugen die Mädels den traditionellen gebatikten Sarong.  Sie kennen sicherlich nicht den Unterschied zwischen einem Sarong für Mädels und den für die Herren.   Die Mädels knoten ihn über der Brust zusammen und mein traditioneller Männersarong wird um die Hüfte geknotet. Er ist ein wenig kürzer als bei den Frauen. Ich habe mir damals einen wunderschönen handgebatikten Sarong in Makassar gekauft.  Meine Nachbarn haben sich daran gewöhnt, wenn ich ihn an heißen Sommertagen trage.  Schaut man sich aber die heutige Situation an, hat man tatsächlich das Gefühl man gehe auch dort in Indonesien durch Bad Godesberg. As times goes by.


Die Etappen finden sie hier.<<<<

Die heutige Etappe war schon die zweite und führt von Sawahlunto noch Dhamarsrhaya über 204 km. Schauen sie sich das lieber auf der Karte an. Die zwei kleineren Steigungen zu Beginn der Etappe fielen sicher nicht groß auf. Der Rest des Tages wurde flach weiter geführt. Trotz des flachen Terrains, die Sprintermannschaften gerade eingeladen hätte, hier mal Tempo zu dreschen, kam die Ausreißergruppe durch. Mit über 3 Minuten Vorsprung. Ich kann mir das gar nicht richtig vorstellen. Mit dabei war Robert Müller der erst im Herbst dieses Jahres dem laotischen Team Nex CCN Cycling beigetreten ist. Leider entwischte ihm der Sieger auf den letzten Metern und so wurde er Zweiter mit 3 Sekunden Rückstand.



Gewonnen hat die Etappe Oleksandr Polivoda aus der Ukraine.

In der Gesamtwertung führt nun auch Oleksandr Polivoda  6 Sekunden vor Robert Müller.

Ergebnis <<<

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