Radsport Journal Tourmann
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Ronde van Zeeland

Die Nacht hatte ich auf meinen Boot auf dem Grevelingen verbracht. Natürlich hat man in der Nacht nach einem oder zwei Gläsern Bier die besten Ideen. Aber leider ist man zu faul aufzustehen und am Morgen hat man es vergessen. Ich möchte nicht wissen, wie viel Weltliteratur auf diese Weise verloren gegangen ist.  Ich meine damit jetzt nicht unbedingt meine Sternstunden.

Der Weg nach Middelburg, wo das Rennen gestartet wird, führte über das Sperrwerk an der Osterschelde vorbei. Da wo auch das Ziel ist. Mich überraschte die Unmengen an Rennradfahrern die dort großen Gruppen unterwegs war. Man hatte das Gefühl, ganz Holland sei auf den Beinen um die Strecke zu erkunden. Wahrscheinlich war es aber nur das Halbe.

Es gibt wenige Rennen die Land unter gefahren werden. Schaut man sich das Profil des Rennens in Zeeland an, so sieht es aus als ob ein großer Teil unter dem Meeresspiegel gefahren wird. Deshalb sind die Sperrwerke gebaut  und die Inseln zu Festland gemacht worden. Die große Flutkatastrophe im Jahr 1953 hat Spuren hinter lassen. Im Original sah es aus, als ob man eine Taucherausrüstung mitnehmen sollte. Man muss es halt entspiegeln und dann wird ein Fisch draus.

Das Rennen ist 204 km lang. Die ersten 4,6 Km sind neutralisiert. Zum Enden gibt es noch eine Extrarunde um das Sperrwerk bei Neeltje Jans.


Vorher werden so sämtliche Touristenatraktionen der Umgebung abgeklappert. Ich rede von von Domburg, Vlissingen Zierikzee und viele mehr.  Schnell löste sich eine vierköpfige Gruppe, die bei 40 km schon einen Vorsprung von drei Minuten hatte. Später ging das aber auf über 7 Minuten hoch.  50 km vor dem Ende wurde das Ziel ein wenig angekratzt. Man fuhr an der Sackgasse Richtung Neeltje Jans dicht vorbei. 


Zu diesem Zeitpunkt hatten sich zwei größere Gruppen gebildet. Mit einer Minute Abstand. Der Rest des Peloton tröpfelte gemächlich ein und ersparte sich den Rest des Rennens. Da das Ziel noch zweimal vor dem Ende umfahren wurde, wurde die Schar der Aktiven auch immer geringer. Auf  den letzten 15 km hatte sich sich wieder eine vierköpfige Gruppe gebildet. 



Die Jungs wurden nicht mehr eingeholt und machten den Sieg unter sich aus. Der Sprint wurde dann zwischen Peter Schulting  vom Continental Team Monkey Town und dem Kollegen von Verandas Willems Crelan namens Dries de Bondt ausgetragen. Dries Debondt war ganz nah dran und man sah ihm auf dem Podium auch noch seinen Ärger an, aber das Fotofinishbild entschied zugunsten von Peter Schulting. 

Ergebnis <<<


Jerome Baugnies von Wanty Groupe Gobert wurde Dritter. Bester weil einziger Deutscher in der Wertung wurde Niklas Märkl vom Sunweb Development Team. Nur 52 Fahrer beendeten das Rennen.

 
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