Radsport Journal Tourmann
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Tour of Britain. Kein Tag für André Greipel!

Heute ist wieder einer dieser grauen Septembertage. Ich sitze auf meinen Boot und verfolge das Radsportgeschehen von der Ferne aus. Heute morgen schien noch die Sonne, doch dann hat es aufgefrischt. Es ist immer noch warm. Die Segelsaison ist eigentlich vorbei. Nur an den Wochenenden füllt sich der Hafen. Wenn es schön und windstill ist, so wie gestern. Heute pfeift alleine der Wind durch die Masten. Ich mag das. Mit einer Flasche Wein in der Kajüte sitzen und ein schönes Buch lesen. Die frühen grauen Herbsttage erinnern an das was kommen wird, wenn der Kamin wieder angeheizt und der Glühwein auf dem Ofen sein typisches Aroma verstreut. So lese dann dann mal wieder Erskine Childers Rätsel der Sandbank und drücke mich tiefer in die Polster. Nach dem Schreiben dieses Berichts natürlich. Denn die Radsport Saison ist erst Ende Oktober vorbei.

Zur Zeit fahren die Jungs in Großbritannien. Normalerweise beginnt jetzt die Jagd auf die Mohrhühner, aber einige fahren noch Rennen. Radrennen.

Die zweite Etappe der Tour of Britain sah gar nicht so schwer aus. Eigentlich hätte ich darauf gesetzt, dass es wieder einen Massensprint geben würde. Der letzte Anstieg 1,9 km lange Anstieg mit seinen 8 % sah jetzt für die Sprinter nicht unüberwindlich aus. Aber man kennt das von der Insel, die Rennen werden durch Einzelaktion schwer gemacht. Zu schwer für die Sprinter heute. Zunächst konnte sich eine Gruppe mit 4 Fahrern absetzen. Den Vorsprung von gut 3 Minuten hielten Lotto Soudal und SKY in Grenzen. Dann passierten jedoch einige Stürze und auch Fahrer von Lotto Soudal waren betroffen. So konnten sich zwei Fahrer dieser Gruppe Cameron Meyer von Mitchelton Scott und Alessandro Tonelli von Bardiani knapp behaupten. Dahinter zerfiel das Hauptfeld in viele Gruppen. 

Cameron Meyer gewann die Etappe. André Greipel kam mit über 6 Minuten Verspätung ins Ziel und verlor sein Leadertrikot. Das hätte ich heute nicht für möglich gehalten. Neuer Führender der Rundfahrt ist Alessandro Tonelli vom Team Bardiani. Bester Deutscher ist nun Jasha Sütterlin von Movistar auf Rang 5.

Ergebnis <<<<<



 
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