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Van Keirsbulck schlägt Wout van Aert  bei der Antwerp Port Epic

Ich weiß jetzt nicht was bei dem Rennen um den Hafen von Antwerpen rum episch gewesen sein sollIm Grunde weiß ich nicht einmal was epic bedeutet. Kommt es von Epos? Das scheint so, denn google spricht irgendwas von Homer.

Egal, wahrscheinlich hat nur ein voreiliger Werbetexter einen schlechten Tag gehabt und die Veranstalter haben sich für Heroen gehalten. Das glaube ich auch. Denn es ist verdammt mutig eine neue Veranstaltung zu kreieren.

Über 201 km ging das Rennen. Und so jeder Teil des großen Antwerpener Hafens wurde angefahren. Dort wird am Sonntag nicht gearbeitet. Als ich noch ein Seemann war, lag man da am Arsch der Welt. 20 km von der Stadt entfernt und kein Bus fuhr. Die einzige Ausnahme bildete der Scheldekai. da war man direkt beim Schipperskwartier, durfte aber die ganze Nacht die Leine nachholen, weil die Schelde dort einen Tidenhub von 5 Metern hat. Dort ist heute übrigens auch das Ziel.

Die Jungs dürfte die Ruhe im Hafen nicht gestört haben, dafür war in den Dörfern rund rum mehr los. Zwar benahmen sich die Bewohner der Altersheime, wo ich stand, nicht wie gerade wie kreischende Groupies, dafür wurde aber auch keiner mit seinem Rollator überfahren.





An einem staubigen Schotterstück standen dafür einige begeisterte Pfadfinder. Die auf der Leeseite durften ordentlich Staub schlucken. Das hielt aber vom Jubeln nicht ab.





4 Mann bildeten heute das Vorauskommando. Die Trupps waren heute nicht ganz bekannt. Eher lokale Einheiten. Wout van Aert war wohl der Leuchtturm im Feld. Ich glaube, in einem Hafengebiet darf man das sagen. Das Vorrauskommando hat beim ersten sichten einen Vorsprung von gut 3 Minuten. Ich habe nicht ganz richtig nachgezählt, aber es schien mir so.
Später ging es über reichlich weitere staubige Streckenabschnitte. Hier war eigentlich Wout van Aert der Executor. Doch heute verpasste er die Fähre. Und sein designierter neuer Arbeitgeber Roompot tat als dazu, dass er nicht hinterher schwamm. Da kommt Freude auf. Aber noch sind die Messen zu diesem Choral nicht gesungen. So gewann der Wanty Mann Van Keirsbulck  im Alleingang und Wout van Aert, das helle Licht der Belgier, wurde nur 8.

Ergebnis <<<<<<


 
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