Radsport Journal Tourmann
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Vuelta a Espana 10. Etappe

Die heutige Etappe der Vuelta a Espana darf mit recht als flach bezeichnet werden. Der kleine Einschnitt zählt nun mal wirklich nicht. Eigentlich hatte die Tourmann Readaktion daran gedacht heute in die Rundfahrt einzusteigen. Leider wurde daraus nicht. Als es in Zeeland all zu neblig wurde, verzogen wir uns in den Hafen von Scheveningen, wo die Sonne schien. Lassen wir uns die Stimmung vermiesen. Nein, denn wir haben ein kleines Geheimnis aufgedeckt. Wir haben heraus gefunden, warum die Holländer alle so gute Radsportler sind. Sie sagen alte Kamellen? Nun gut, aber wussten sie, dass die Schulkinder von Monster alle, aber wirklich alle, mit einem Bäckerfahrrad jeden Tag zur Schule fahren. Vor dem Lenker ein riesiges Gestell, auf dem ein Korb angebracht ist? Und in dem Korb liegt der Ranzen. Ich weiß nicht, ob die Räder in der Familie vererbt werden. Aber quasi jedes Schulkind hat dieses Fahrrad. Wer ein anderes hat, ist der absolute Looser. Erinnern sie sich noch an die alten ausrangierten grünen US Army Parker Anfang der Siebziger. Wer keinen hatte, der war der absolute Looser. Ich hatte einen neuen Blauen von C&A. Es war das Grauen.

Denken angesichts dieser monströsen Fahrräder aus dem gleichnamigen Monster  mal an die Kenianer und deren Schulwege. Jetzt wissen sie, warum Tom Dumoulin allen wegfährt.

Gut reden wir von der Vuelta a Espana. Flachetappe. Sprinter. Welcher Name fällt uns sofort ein?  Viviani. Elia. Verstehen sie, warum der Mann die Etappe heute gewonnen hat? Der hat wahrscheinlich noch nie so ein holländisches Bäckerfahrrad gesehen. Und trotzdem hat er heute wieder Peter Sagan geschlagen. Das mag nur jemand verstehen, der viel mehr vom Radsport versteht als ich.

Ergebnis<<<<



 
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