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Vuelta a Espana 13. Etappe. Bora fährt Buchmann in den Keller

Geld macht noch keinen Meister. Strategie und Hirn kann man nicht mit Kohle ersetzen. Es soll ja schon einmal versucht worden sein, einem Bundeskanzler ein Mettbrötchen statt eines Gehirns zu Transplantieren. Allein der Versuch oder besser gesagt, das Ergebnis ist nicht so ganz gelungen.

Dieser Artikel könnte genauso heißen, Neues aus dem Hühnerstall.

Gut, jetzt werden sie sagen, aber der Majka hätte ja beinahe gewonnen und dann wären alle happy gewesen. Hat er aber nicht und knapp daneben ist auch vorbei.  Haben sie gesehen wie Izaguirre auf den letzten Metern Schlangenlinie gefahren ist, um seinen Bruder zu unterstützen. So was würde man gerne auch bei Bora hansgrohe sehen. Und nicht einen aussichtslos zurückliegenden, über 8 Minuten, Rafal Majka, der munter eine Spitzengruppe anführt, um dann auf den letzten Kilometer von einem Youngster abgezockt zu werden. Glauben sie mir, das braucht kein Schwein.

Habe ja schon bei der Tour de France gesagt, dass Bora hansgrohe das Geschäftsumfeld eher nicht Deutschland sieht. Sonst hätten sie damals nicht nur einen Deutschen ins Rennen geschickt. Und auch bei der Vuelta wird Emanuel Buchmann gnadenlos verheizt. Der hat heute an diesem steilen Schlussanstieg ein klein wenig Unterstützung gebraucht. Von einem Mann, der gestern 5 Minuten verloren hat und heute sich mal ausnahmsweise in guter Form gezeigt hat. Obwohl es auf den letzten Kilometern mal echt wieder nicht gelangt hat. Bin mal gespannt, wann die Kollegen auch darauf kommen. Es rumort in den Pressesälen, aber noch dürfen die wohl nicht.


Reden wir ein wenig vom heutigen Geschehen. Ein große Ausreißergruppe wurde ziehen gelassen. Die Etappe hatte knapp 175 km und endete in einem fulminanten Schlussanstieg. Dort wurde teilweise nur Schritttempo gefahren. Eine über dreißig köpfige Gruppe wurde fahren gelassen. Keiner von den Jungs hatte für die Gesamtwertung die geringste Bedeutung. Zu Beginn des letzten Anstieges hatten die Jungs 3 Minuten Vorsprung. Rafal Majka von Bora hansgrohe und Dylan Teuns von BMC galten als die Favoriten. Zunächst  setzte sich Majka als erster ab. Er wurde jedoch von Teuns wieder eingeholt. An der Flamme Rouge kam jedoch der Youngster Oskar Rodriguez von Euskadi Murias auf. Der Neuprofi des Jahres 2018 überholte die beiden Arrivierten, ließ sie alt aussehen und holte sich den Sieg. Majka wurde Zweiter und machte tatsächlich  fast 3 Minuten gut. Dafür verlor aber der ohne Unterstützung fahren müssende Emanuel Buchmann, wieder ein paar Sekunden und büßte seinen 7 Platz ein. Er liegt jetzt auf Rang 10 , aber immer noch 2 Minuten vor Majka. Macht sicher keinen Spaß als Leader in einem solchen Team zu fahren.

Herrada vom Team Cofidis kam mit Verspätung ins Ziel, verteidigte allerdings sein Rotes Trikot.

Ergebnis <<<<







 
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