Radsport Journal Tourmann
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Vuelta a Espana 4. Etappe


Es ist heiß in Spanien. Eine Ausreißergruppe nutzt die Gelegenheit sich am Alfacar vorzeitig abzukühlen. 56 km vor dem Enden haben sie über 9 Minuten Vorsprung. Es sieht so aus, als ob Michael Kwiatkoswki das Rote Trikot an einen nicht so starken Konkurrenten abgeben will. In der Spitzengruppe befinden sich neun Fahrer. Einige von Ihnen haben die Chance in Rot zu schlüpfen.

Es gibt natürlich noch andere Favoriten wie Valverde oder Keldermann , die noch nicht so weit zurückliegen. Am letzten Berg, heute der Schlussanstieg nach Alfacar, wird es deshalb sicher zu zwei Rennen kommen.


Der letzte Anstieg hat es in sich. Auf 12 km sind  500 Höhenmeter hinauf zu klettern. Vorher geht es aber auch schon hoch.

40 km vor dem Ende ist es klar. Die Ausreißer werden durchkommen. Fast 10 Minuten haben sie zu ihren Gunsten. Doch wird es eine Änderung an der Etappenspitze geben? Noch ist alles möglich. Die erste Hälfte des Anstieges führt durch die Stadt Alfacar. Der zweite Teil wird dann etwas heißer. Im Peloton hat sich SKY aus der Führung verabschiedet. Ein neuer Entscheidungsträger ist noch nicht ausgeguckt. Die Sprintermannschaften sagen angesichts des Hügel am Ende "Danke". Und 25 km vor dem Ziel wollen sich die anderen Favoriten auf die Geesamtwertung noch nicht in die Karten blicken lassen.

14 km vor dem Ende zerfällt die Spitzengruppe. Drei Fahrer setzen sich ab. Ben King von Dimension Data, Stalnov von Astana  und Jelle Walleys von Lotto Soudal. Letzterer kommt zwei Kilometer nicht mehr mit. Pierre Rolland wird nun zum Verfolger. Er liegt 22 Sekunden hinter den beiden Führenden.

Lotto NL Jumbo hat im Peloton für Steven Kruijswijk die Initiative übernommen. Der Vorsprung der Spitze ist auf 5:30 geschmolzen. Das wird nichts mit dem roten Trikot von Ben King. Noch sind es 5 km bis zum Ziel und 1 Minute Vorsprung vor Kwiatkowski.

Auch das Peloton ist zersplittert. Michael Kwiatkoswki hat keine Unterstützung mehr.

Am Ende wird noch mal spannend. Stanov und King pokern. Pierre Rolland kommt fast heran. Die beiden sind geschockt, geben aber Gas. King gewinnt vor Stalnov. Rolland wird Dritter. Simon Yates könnte der neue Führende werden. Er versetzt Kwiatkowski. Aber auch Emanuel Buchmann von Bora hansgrohe macht Zeit gut. Er bleibt im Windschatten von Yates. Das bedeutet, dass er sich den zweiten Platz in der Gesamtwertung holt. Noch vor Yates aber nur 7 Sekunden hinter Kwiatkowski.

Ergebnis <<<<<


 
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