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Holt sich Tony Martin das gelbe Trikot?

Noch gut eine Woche. Dann geht es auf die Reise. Der Start der Grand Boucle in Düsseldorf ist das sportliche Großereignis in Deutschland. Mit etwas Glück kann es zu einem viertägigen Sommermärchen werden, rechnet man die Tage vor dem Start mit.

Deutschland, das Wintermärchen des Radsports. Bislang hatte man immer mit dem Rotkäppchen vor dem bösen Wolf gezittert und die neue Generation der Radsportler mit Steinen beworfen. Mal sehen, was kommt.                                                             

Tony Martin könnte zumindest die Leute ein wenig in Stimmung bringen, wenn er am ersten Tag mit dem Gelben durch Deutschland nach Belgien fährt.

Doch sind seine Aussichten so gut? Bei den letzten beiden Zeitfahren musste er sich geschlagen geben. Jedesmal war ein anderer vor ihm.

Dabei hat er Glück. Wie mir Rohan Dennis von BMC, der zur Zeit beste Zeitfahrer bei den Profis, bei der Suisse sagte, werde er nicht die Tour bestreiten. Damit ist Martin aber einen der schärfsten Anwärter auf das Trikot los. Dennis empfahl mir aber seinen Teamkollegen, Stefan Küng, der beide Male hinter ihm zweiter wurde. Dann hätten wir noch Matthias Brändle von Trek Segafredo. Man weiß noch nicht, ob er bei der Tour startet, aber er hat Tony Martin bei der Baloise Belgium Tour geschlagen. Er war im Zeitfahren von Beveren, einer ähnlichen Strecke wie in Düsseldorf, 14 Sekunden schneller als der Weltmeister.  Stefan Küng hat bei der Tour de Suisse in den Zeitfahren beide Male besser als Matthias Brändle abgeschnitten.

Aus diesem Grunde könnte es gut möglich sein, dass ein Schweizer das gelbe Trikot nach Lüttich bringt. Lassen wir uns also überraschen.




  

 
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