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Tour de France 13. Etappe

Heute geht es zum Städele hinaus. Wir verlassen mit der Tour de France die Alpen für dieses Jahr. Einige tun dies nicht mehr auf dem Fahrrad. Vincenzo Nibali wurde ein prominentes Opfer Tour de France am Berg der Holländer. Hoffen wir nicht, dass jemand den Girosiegverlust von Steven Kruijswijk rächen wollte. Nach dem Rennen stellte sich jedenfalls heraus, dass er sich bei dem Sturz einen Rückenwirbel gebrochen hatte.  Der Zuschauer und das Polizei Moto wurden auch entlastet. Es tauchten Videos auf, nach denen sich Nibali an einem Kamerariemen verheddert hatte. Insgesamt sind nach der Emigration der Sprinter nur noch 153 Fahrer an Start der nächsten Etappe der Tour de France.


Die Etappe heute geht im Prinzip bergab. Die Geschwindigkeit ist entsprechend hoch. So um die 50 km/h. Die Etappenlänge bis Valence beträgt 169 km. Hier sollen die restlichen Sprinter  ihren Job machen. Vorher  lassen sich 4 Ausreißer ein wenig sehen. Der Vorsprung betrug maximal 3 Minuten.  75 km vor dem Ende sind es nur knapp 2 Minuten. Die Jungs heißen De Gendt, Schär,Scully, Claeys. 40 km vor dem Ziel kommen noch ein paar Hügel. Hier könnte sich Nikias Arndt vom Team Sunweb zeigen.



50 km vor dem Zielder heutigen Etappe der Tour de France  sinkt der Vorsprung unter eine Minute. Das Feld signalisiert, wir können euch jederzeit holen, lassen es aber dabei. Das Rennen wird langsamer, es sind nur 42 km/h.

Was ein wenig auffällt ist, dass die Schreier am Wegesrand nicht mehr so präsent sind. Die Jungs sind wohl mit ihren Wohnmobilen nicht aus den Alpen  raus gekommen. Die örtliche ländliche Bevölkerung ist jedenfalls wesentlich schüchterner. 

23 km vor dem Ende werden die ersten der Fluchtgruppe eingeholt, Michi Schär vom Team BMC versucht es alleine. Es bleiben ihm 35 Sekunden. Gibt es am Ende des Tages die rote Rückennummer für ihn. Er hält sich lange und wird erst 5,7 km vor dem Ende eingeholt. Die Sprintermannschaften und die die es werden wollen, formieren sich. Gegen Ende wird es noch einmal bergauf gehen. Marcus Burghardt von Bora hält das Tempo hoch. Nikias Arndt hält sich im Windschatten von Trek Segafredo.  Noch zwei km. Bei der 1 km Marke geht Philippe Gilbert. Er sieht schon aus wie der sicherer Sieger. Doch dann geht ihm die Luft aus. Leider auch Nikias Arndt.

Drei Kerle kämpfen um die Gesamtwertung. Sie sind  50 m vor dem Ziel auf gleicher Höhe. Nebeneinander. Arnaud Demare, Alexander Kristoff und Peter Sagan.

Auf den letzten Metern setzt sich an die Spitze und gewinnt. Er kann sogar noch die Hand hochreißen. Nikias Arndt wurde auf den letzten Metern durchgereicht und landete auf dem 16. Platz. Immerhin einen Rang besser als Boasson Hagen, der ihn letztes Jahr in Salon de Provence auf Rang zwei gesetzt hatte. Das wird ihn aber sicher nicht trösten können.

Peter Sagan baut mit dem Sieg seine Führung im Kampf um das grüne Trikot aus. In der Gesamtwertung bleibt Geraint Thomas von SKY vorne. Das Trikot des kämpferichsten Fahrers holte sich Michi Schär vom Team BMC.

Arnaud Demare gab sich nicht enttäuscht. Er sagte, er habe alles getan, aber leider verloren.

Ergebnis <<<<


 
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