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Tour de France 18. Etappe

 

 

Wie oft waren wir mit der Tour  de France schon in Pau? Ich weiß es nicht. Nur das wir letztes Jahr dort waren. Die Zielankunft sollte die gleiche sein. Jedenfalls die letzten 9 Km. Die letzten Kilometer sind flach. Und müssen die Sprinter sich zeigen. Einmal noch und dann auf dem Champs Elysee.

Zunächst die gute Nachricht. Peter Sagan ist weiterhin  dabei. Trotz seines katastrophalen Sturzes gestern. Das hätte auch anders  enden können. Der Tag ist aber noch nicht vorbei.

171 km sind es bis nach Pau. Die Gegend ist hügelig. Nur zwei Bergwertungen der 4. Kategorie stehen auf der Agenda. Es  ist heiß.


Nach dem Start. schießt die Meute los. 5 Fahrer setzten sich mal schnell ab. Terpstra(QSF), Hayman(MS), Durbridigde (MS)und Boudat(DE), werden von Van Keirsbulck komplettiert. Boudat sollte der beste Sprinter der Gruppe sein. Deswegen rechne ich nicht damit, dass die Jungs durchkommen werden.


Zunächst haben sie anderthalb Minuten Vorsprung. Die Tour de France wird mittlerweile staatstragend. Die 25 Landwirte, die vor zwei Tagen die Tour stoppten, müssen sich vor Gericht verantworten. Ihr Anliegen wurde nicht im Fernsehen verbreitet. Wahrscheinlich fürchtet man Nachfolger. Chris Froome wurde gestern nach einem Rennen von einem Polizisten vom  Rad gerissen. Das war auch peinlich.

Heute soll alles aber besser werden. Die 5 Ausreißer werden nicht richtig weggelassen.

In einem Interview gibt  Christopher Froome bekannt,  dass er sich zukünftig in die Dienste von Geraint Thomas stellen will.  Er will aber seine eigene Hoffnung für das Podest noch nicht aufgeben.  Man wird  man wird abwarten müssen,   ob Froome dieses Versprechen einhalten wird.  Die Gegner dürfen sich nicht darauf verlassen. Froome hat schon beim Giro gezeigt, was in ihm steckt. 109 km vor dem Ende haben die drei Ausreißer immer noch anderthalb Minuten Vorsprung.

109 km vor dem Ende haben die drei Ausreißer immer noch anderthalb Minuten Vorsprung.

Der Zwischensprint des Tages kommt bei Kilometer 96.  Peter Sagan braucht sich dort nicht mehr zu bemühen,  er  hat genügend Punkte und auch andere  Sorgen. Für ihn ist es jetzt nur noch wichtig nach Paris zu kommen.

Vorne gibt es einen Angriff mit der Jasper Stuyven Gogle und VanMarcke. und hinten gibt es einen Sturz im Feld.  Nairo Quintana, der heute mal den Windschatten ein wenig nutzen wollte, um sich für den morgigen Tag zu schonen, ist davon betroffen. Er kann aber wieder aufstehen und den Windschatten der vorbeifahrenden Team Wagen nutzen um wieder ins Feld zu fahren. Das kostet natürlich einiges an Kraft. So hat er sich das sicherlich nicht vorgestellt.  Quintana  bleibt einstweilen 30 Sekunden hinter dem Feld. Dort macht FDJ Arnaud Demare ordentlich Tempo um die Ausreißer nicht weg kommen zu lassen.  Die Gestürzten um Nairo Quintana fahren dafür gerade mal ein wenig Windschatten hinter den Teamwagen. Michael Google fällt wieder ins pillowtalk zurück. Van Keirsbulk holt sich die 1500 € für den Zwischensprint.

Es passiert nicht viel, die Ausreißer haben immer so um eine Minute und 30 Sekunden Vorsprung. Die Landschaft ist sehr schön und man kann sie sich anschauen, aber ansonsten fährt man nach Pau um dort dann einen kleinen Sprint zu wagen.  Ich denke nicht, dass die Ausreißer alleine dort ankommen. Das wäre ja dann alles umsonst gewesen. 

Ist es aber nicht. Denn 20 km vor dem Ende sind es nur 20 Sekunden. Die 5 werden wohl sicher eingeholt. Dann geht geht es zum siebzigsten Mal nach Pau. Die Jungs sind nahe dran eingeholt zu werden, da starten neue frische Kräfte um es auf eigene Faust zu versuchen. Letztes Jahr wurde Bodnar erst auf den letzten 300 Metern eingeholt. 2 km vor dem Ziel kam er bei uns noch mit geregelten Vorsprung vorbei. Dieses Jahr sind die Sprintermannschaften nicht mehr so gut besetzt. 15  km vor dem Ende ist das Feld komplett.
 6 km vor dem Ende sieht Bora hansgrohe für Sagan in der Führungsarbeit. Das geht bis 2 km vor dem Ende. Als die Gitter die Strecke absichern kommt es zur Wachablösung. Sagan fährt aber noch mit. Degenkolb auch. Auf den letzten 300 Metern wird der Sprint für Arnaud Démare von FDJangefahren. 100 m vor der Ziellinie klingt Démare aus. Er merkt, das Laporte von hinten herankommt und fährt in die Mitte der Straße. Das sichert ihm den Sieg.

Laporte beschwert sich.

Keiner kann sich so freuen wie Arnaud Démare.

Ergebnis <<<



 

 

 
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