Radsport Journal Tourmann
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Das Journal für den Profi Radsport

 

Tour de France 2018. 21. Etappe

It's all over now baby  yellow.

Wer jetzt seinen Traum nicht gelebt hat, der muss es nächstes Jahr wieder tun.  Für dieses Jahr sind die Apfelbäume abgeerntet.  Aber man kann ja einen neuen pflanzen. Viele Träume sind bei der Tour nicht wahr geworden.  Viele Träume sind  sind verhindert worden.  Und manch  einer lag im Straßengraben, eher sich seinen Traum erfüllen konnte. Es gibt natürlich die Gewinner bei dieser Rundfahrt und die Verlierer.  Die Gewinner sind die Strahlemänner am letzten Tag auf dem Podium.  Manch einer, der gehofft hatte dort oben zu stehen, steht jetzt ganz unten und darf nur zuschauen.  Die meisten sitzen aber in einem Mannschaftswagen und sind schon wieder auf dem Weg nach Hause. Morgen, übermorgen oder nächste Woche kommt das nächste Rennen, die nächste Herausforderung.  Dann wird der Schmerz bald vergessen sein und die Trauer über den Misserfolg  auch.

Die Helden werden sich aber noch ein paar Wochen dem Publikum zeigen, bei den Nachtourkriterien und sich dann feiern lassen.  Ob Froome sich feiern lassen wird, weiß ich nicht.  Sicherlich hat er sich das nicht so vorgestellt.  Geraint Thomas hatte wahrscheinlich am Anfang auch nicht daran geglaubt, dass er auf der obersten Stufe des Podiums stehen sollte.  War sein Sieg die Entscheidung der Presse, der Schreier, der Missgunst?  Sie haben ihren Willen bekommen.  Der Stier ist tot und die Arena die jubelt.

 
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