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Tour de France 3. Etappe TTT

 

 

Über 35  hügelige Kilometer geht das Team Zeitfahren der Tour de France. Man fährt einmal um Cholet herum.

Das erste Team am Start ist Mitchelton Scott. 5 Minuten später folgt schon SKY.  Aufgrund der Stürze liegt SKY schon weit zurück und muss ziemlich früh als 2. Mannschaft starten. Mitchelton Scott erweist sich aber als harter Gegner. Bei der ersten Zwischenzeit liegen sie nur eine Sekunde zurück und am Ziel sind es knapp 5 Sekunden. Das ist nicht viel. Sky gilt als eines Top Teams im Zeitfahren und hat die Marke gesetzt, an der sich die anderen orientieren müssen.


Groupama FDJ erreicht chancenlos mit über 1:30 Minuten Rückstand das Ziel. 

BMC bestätigt seine herausragende Stellung bei Zeitfahren. Sie sind noch 5 Sekunden schneller als SKY. Eigentlich kann nur der Weltmeister SKY eine größere Rolle spielen. Aber vergessen wir nicht das Team Katusha Alpecin mit Tony Martin.


Stefan Küng von BMC sagte nach dem Zieleinlauf, dass er völlig zufrieden  wäre mit diesem Rennen. Er hatte während des Rennens nicht viel über den Funk gehört. Gegen Ende wussten sie jedoch, dass sie vorne lagen. Jetzt müsse die Zeit allerdings noch halten.


Team Emirates kommt nur mit 5 Fahrern ins Ziel. Die Zeit ist mit 1:38 Sekunden Rückstandes auch nicht besonders. Am Ende muss man sehen, wer von den Fahrern fürs Gesamtklassement noch im Rennen ist. Es werden sicher einige Ihren Rückstand noch vergrößern. Ich denke da in erster Linie an Quintana, der heute schon wieder 53 Sekunden verloren hat.

Die ersten drei Mannschaften liegen zur Halbzeit nur 9  Sekunden auseinander. Dahinter gibt es viele mit über einer Minute Rückstand. Als letztes Team geht Bora hansgrohe auf die Strecke. Peter Sagan hat dann alle Möglichkeiten das Gelbe Trikot verteidigen. Lotto Soudal kommt mit 1:51 Rückstand ins Ziel und befindet sich damit am Ende des Klassements.



Team Sunweb wird auch nicht ganz nach vorne kommen. Bei den Zwischenzeiten liegen sie um die 15 Sekunden zurück. Aber Tom Dumoulin hat ja noch einen guten Vorsprung auf Froome.

Cofidis setzt die negative Bestzeit mit über drei Minuten Rückstand. Dann beginnt der Kampf ums gelbe Trikot. Peter Sagan will es sicherlich nicht freiwillig hergeben. Katusha Alpecin braucht 50 Sekunden länger als BMC. Da gibt es noch Möglichkeiten für  Ilnur Zakarin.

Quick- Step läßt sich nicht lumpen. Obwohl die Mannschaft droht auseinander zu fallen, haben sie bei der zweiten Zwischenzeit nur einen Rückstand von 5 Sekunden. Wie sieht es bei Bora hansgrohe aus. Peter Sagan hat Probleme. Er fährt am Ende der Gruppe. Die liegen schon 35 Sekunden zurück. Bleibt es dabei, darf er morgen wieder sein Weltmeistertrikot tragen. Dann ist es soweit. Peter Sagan fällt bei der Zwischenzeit aus der Gruppe heraus. Der Tag ist gelaufen und Greg Van Avermaet  BMC darf sich auf Gelb freuen. Die einzige Mannschaft, die ihm einen Strich durch die Rechnung machen kann ist Quick-Step Floors. Doch auch sie verlieren 5 Sekunden. Bora hansgrohe hat keine Chance mehr, das ist lange vor dem Ziel bekannt. Man kämpft für Rafael Majka und dessen Rang in der Gesamtwertung. Der verliert 50 Sekunden auf BMC.

Ergebnis <<<<

Schauen  wir uns die Lage  der Kandidaten für die Gesamtwertung an. Am meisten verwundert, das nach drei Etappen die Sprinter schon so weit zurückliegen. Aber das ist nicht so wichtig. Keiner von denen wird jemals wieder in der Bereich des gelben Trikots kommen. Greg van Avermaet führt nun das Feld an. Das ist wichtig und gut für die Verhandlungen mit den Sponsoren. Denn Van Avermaet wird bei BMC aussteigen, egal ob das Team eine Zukunft hat. Ich weiß nicht ob man Geraint Thomas als Favoriten für die Gesamtwertung bezeichnen kann. Wenn er bei einem anderen Team wäre sicherlich. So steht er hinter Froome und wird seinen Chef unterstützen müssen. Aber erliegt nur 3 Sekunden hinter Van Avermaet, da könnte noch was gehen. Julien Alaphilippe von Quick- Step und Tom Dumoulin von Sunweb sind die ersten richtigen Anwärter auf den Thron. Mit 7 bzw. 11 Sekunden auf Van Avermaet ist ihre Positon ausgezeichnet. Rafal Majka von Bora hansgrohe liegt schon 39  Sekunden hinter Dumoulin. Chris Froome muss gar 44 Sekunden aufholen. Man kann das locker in einer Etappe in den Bergen schaffen. Das haben wir beim Giro gesehen. Das Nairo Quintana mit seinem Rückstand von 2 Minuten auf die Favoriten zufrieden ist, kann ich mir nicht denken. So hat er sich den Anfang der Tour sicher nicht vorgestellt. Und es kommen noch einige schwere Flachetappen. Ich sage, trotzdem noch ist nichts entschieden. Noch halten die Teams sich an ihre strategischen Möglichkeiten. Trotzdem, in diesen drei tagen ist schon viel Unerwartetes passiert. Die Tour bleibt weiterhin spannend.


 
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