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Tour de France 5. Etappe

 

Von Lorient geht gehts über 204  Km nach Quimper. Zunächst fährt man bis nach Conquarneau am Meer lang dann geht es in die Berge. Die ersten 10 km waren neutralisiert. Das ist war gut so, denn es gab zahlreiche Hindernisse auf der Straße. Nach dem Startschuss wurde es direkt hektisch. Die ersten Gruppen wurden nicht weggelassen. Nach 3 Kilometern gab es den ersten fatalen Sturz. Betroffen waren Kiserlovsky und der umstrittene Gianni Moscon von Sky. Moscon konnte weiterfahren. Kiserlovski von Katusha Alpecin musste aufgeben. Schon vor dem Rennen hatten Michael Mathews von Sunweb und Tiesj Bnoit von Lotto Soudal das Rennen aufgegeben. Axel Domont von AG2R erreichte gestern nicht Ziel weil er sich zum  6. Mal das Schlüsselbein gebrochen hatte.



Dann konnte endlich die Gruppe des Tages fahren. Es sind 

Elie Gesbert (Fortuneo-Samsic), Julien Vermote (Dimension Data), Jasper De Buyst (Lotto-Soudal), Lilian Calmejane and Sylvain Chavanel (Direct Energie), Tom Skujins (Trek-Segafredo) and Nicolas Edet (Cofidis) 

Die Ausreißer haben einen Vorsprung von 3:22 nach 30 Km. Sie fuhren zeitweise mit 54 Km/h, während das Feld 46 km/h drauf hatte.



Heute ist es wunderschön, aber es kann in der Bretagne auch mal regnen.

Zum ersten Mal gibt es zahlreiche Bergwertungen der 3. und 4. Kategorie. Die Ausreißer werden sich das Bergtrikot sicher holen. Die bisherigen Punkteinhaber sind nicht  dabei. Also wird heute Abend jemand anderes das Trikot zu tragen haben. Maximal kann man 8 Punkte erworben.



Sylvan Chavanel von Direct Energie holt sich die 1500 Euro beim Zwischensprint. Im nachfolgenden Feld holt sich Gaviria 8 Punkte und Sagan nur 7. Damit führt Sagan in der Wertung um das Grüne Trikot nur noch mit drei Punkten.

103 km vor dem Ende haben die Ausreißer einen Vorsprung von 4 Minuten. Man kann sich jetzt in Ruhe um die Bergwertungen kümmern. Die werden heute sicher umkämpft werden. Denn der Punktbeste bekommt das weiße Trikot mit den roten Punkten. Sylvan Chavanel will da wohl zuschlagen. Er setzt sich im ersten Anstieg ab und holt sich die Punkte. Das ist merkwürdig, weil er sich schon die Sprintwertung schon gesichert hat. Da könnte es noch Streit geben.

84 km vor dem Ende muss Elie Gesbert plötzlich die Straße verlassen. Er landet im Straßengraben, bleibt  jedoch unverletzt und lässt sich ins Feld zurückfallen. Chavanel ist immer noch alleine an der Spitze. Bei den Ausreißern hat er keine Freunde mehr, also versucht er alleine die Bergwertungen ab zugreifen. Zwei der zweiten Kategorie braucht er noch um ganz sicher zu sein. Das heißt, er muss noch 30 Km alleine fahren. Sein Vorsprung beträgt 40 Sekunden auf seine ehemaligen Fluchtgefährten.


Mark Cavendish fährt am Ende des Pelotons. Obwohl es noch relativ flach ist, hat er Mühe Anschluss zu halten. Alle Sprinter haben Mühe mitzuhalten. Außer Sagan. Deswegen fährt Bora hansgrohe an der Spitze des Feldes und hält das Tempo hoch. Das ist schlecht für die Ausreißer. Der Abstand ist auf 3 Minuten gefallen. Das gilt für Chavanel. Die Gruppe zerfällt. Calmejan, Skujins und Edet  setzten sich ab. Die drei bekämpfen sich, weil Calmejan ein Teamkollege von Chavanel ist.

Chavanel leidet im Anstieg zur ersten  Bergwertung der zweiten Kategorie. Er schafft es noch, dann ist Ende. Calmejan holt sich den restlichen Punkt. Unterdessen muss Froome das Rad tauschen.

Im Anstieg zur nächsten Bergwertung muss Chavanel passen. Tom Skujins versucht es und lässt auch Calmejane stehen.  Skujins kann mit mit Chavanel gleichziehen wenn er die nächste auch gewinnt. Dann hätte er zwei Bergwertungen der zweiten Kategorie und Chavanel nur eine. Die Entscheidung wird in 20 km fallen. Marcel Kittel und Cavendish haben Probleme. Sie sind aus dem Peloton heraus gefallen und haben jetzt schon einen Rückstand von über 5 Minuten. Die müssen noch über 40 km alleine fahren.

Edet, Calmejane und Skujins haben noch 35 km und 2 Minuten Vorsprung. Viele Sprinter sind mehr dabei. Auch Greipel ist zurückgefallen. Man wird abwarten. Die vorne sind zerstritten und hinten hat nur Sagan größere Interessen.. Quickstep hatte sich schon gestern zurück gehalten und dann abkassiert. Werden sie es heute wieder versuchen. Bei der Tour ist der Druck groß, da werden gewisse ungeschriebene Regeln schnell mal fallen gelassen. Es ist mehr wie im Krieg, wer gewinnt hat recht, egal wie.

Calmejane  könnte heute Greg Van Avermaet in der Gesamtwertung ablösen. Er hat einen Rückstand von 1:51 Minuten.  Skujins und Edet werden Calmjane sicher nicht unterstützen. Bora hansgrohe arbeitet im Interesse von BMC. Die Jungs von BMC lehnen sich deshalb erst mal zurück.

Skujins und Calmejane kämpfen um den Berg. Calmejane verliert und Tom Sjujins von Trek Segafredo gewinnt auch das Bergtrikot. So haben sich die schlechten Sitten von Direct Energie nicht ausgezahlt. Calmejane wird auch nicht der neue Führende der Rundfahrt werden, denn sein Vorsprung auf Greg Van Avermaet ist auf unter eine Minuten gefallen.

Skujins und Calmejane werden knapp vor dem Bonussprint eingeholt. Alaphilppe holt sich 3 Sekunden, Van Avermaet zwei, Calemjane bekommt noch eine.

Rein Taaramäe von Direct Energie muss jetzt die Strafarbeit leisten. Er prescht nach vorne und holt schnell 16 Sekunden heraus. Noch sind 7 km zu fahren. Einen Kilometer ist er wieder eingeholt. Die Straßen werden enger. Gaviria wird nicht an diesem Sprint teilnehmen Er lässt sich zurückfallen.

Der rote Lappen kommt. Es geht hoch. Sky ist vorne. Dann kommt Offredo von Wanty. Egan Bernal führt Roome in die Steigung. Gilbert geht . Sagan kommt, nimmt aber wieder raus. Gelb führt das Feld an. Dann startet der Mann in grün. Sonny Colbrelli hält mit. Aber kommt nicht vorbei und Sagan holt sich den Sieg.

Ergebnis <<<<


In der Gesamtwertung ist es echt spannend. Tejay van Garderen hatte ja keiner so richtig auf dem Plan. Alle reden nur von seinem Teamkollegen Van Avermaet. Tejay lag aber zeitgleich mit ihm auf Rang zwei. Auch heute liegt er am Ende hinter hinter dem Belgier auf Rang zwei. Es sind zwei Sekunden mehr geworden. Gut, dass sich Van Avermaet beim Bonussprint noch 2 Sekunden geholt hatte. Den wir reden von Sekunden. Die ersten acht liegen nämlich nur 13 Sekunden auseinander. Keiner der Sprinter spielt mehr eine Rolle. Das hatte man sich doch ganz anders vorgestellt. Auch Peter Sagan nicht mehr. Bei seinem Einbruch während des Zeitfahrens hat er wertvolle Zeit verloren. Aber Sagan konzentriert sich auf das Grüne Trikot. Hier ist er mit 90 Tagen der neue Rekordhalter.







 
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